TriDW Premiere beim Wakenitzman am 25.08.2019

 

Liebe TriDW- Gemeinde,

am vergangenen Sonntag hatte ich das Glück, beim Langstreckenschwimmen in der Wakenitz, dem Wakenitzman, mitmachen zu dürfen. Allerdings gelang mein Einstieg nicht mit der Gesamtdistanz von 14km, sondern in einer 4er Staffel der Kaltenkirchener Turnerschaft, mit denen ich ja regelmäßig irgendwohin reise. Immerhin gab mein Abschnitt 4.4km her, noch vor 3 Jahren hätte mir das den puren Angstschweiß auf die Stirn getrieben. Dank verbesserter Schwimmtechnik und viel Spaß an dem Element wurde es aber ein sehr schöner Tag.

Wir mussten recht früh los Richtung Lübeck, da 8:00 Uhr die Einzelstarter loslegten, die Staffeln aber schon 15min danach starteten. Es war ein wunderbarer Morgen und der Wetterbericht hatte ja Sommer pur versprochen. 7.00 Uhr waren wir dann am Fährhaus in Rotenhusen und

brachten dann gemeinsam die Kanus zu Wasser, denn sowohl jeder Einzelstarter, als auch jede Staffel muss durch ein Boot begleitet werden. Das dort befindliche Wakenitzhaus hat eine sehr große und gut ausgestattete Kanu- Ausleihstation, es ist also alles perfekt organisiert. Den Kollegen im Boot kommt eine wichtige und auch anstrengende Rolle zu: permanent den eigenen Schwimmer im Auge zu behalten, ihn vor Hindernissen(Seerosengebiete oder sehr flache Abschnitte) und Gefahren(Touristenboote) zu warnen, gleichzeitig aber die vergangene Zeit und Distanz zu melden und ihn sicher zur Wechselstelle zu bugsieren. Die zwei Leute im Boot waren nach meistens 4-5h im Kanu auch durch mit dem Thema:-).

Dann wurde es ernst und es ging für die ersten ins Wasser. Neo war erlaubt, weil es unter der Woche auch kühler war und geregnet hatte. Das Wasser war sehr gut temperiert, man kam auch in der Pelle gut zurecht. Insgesamt waren das sehr gute Rahmenbedingungen, sozusagen das Gegenteil vom Fördecrossing. Das Feld startete und der Rest der Mannschaft musste dann auch los, um rechtzeitig am nächsten Wechselpunkt zu sein. Ein wenig hat mich das an den Lauf zwischen den Meeren erinnert… Die Wege waren sehr gut ausgewiesen, es gab an der Orga eh nichts auszusetzen. So kamen wir immer gut an den nächsten Punkt und hatten dort immer Spaß mit den anderen wartenden Schwimmern und unseren zappligen Athleten, die immer aus dem Wasser fragten “seht ihr schon das Boot?”.

Das Schwimmen an sich hat in der Wakenitz viele Facetten, es gibt sehr enge Abschnitte, die auch viel Kraut und Gemüse unter Wasser bieten, manchmal hängt man da halt fest, aber wirklich! Dann zum Ende hin wird es sehr breit und seeartig und auf einmal kommt Welle ins Spiel und mann muss sich dann auch orientieren. Kommt ein Boot auf, ist der Überholende auch nicht weit, umgekehrt freut man sich, wenn man sich einem Boot mal nähert. Und plötzlich ist er da, der Wechselpunkt, aber glaubt mal nicht, dass man irgendjemanden erkennt. Die sehen ja alle gleich aus! Sitzen dann alle in der Badeanstalt Falkenwiese in Lübeck, bei bestem Wetter und einem Bier, fehlen höchstens noch der letzte Schwimmer, das Boot und Besatzung. Und tolle Stimmung kommt auf, wenn der Schlussschwimmer ins Ziel kommt und die Glocke läutet! Ein schönes Finish. Auch er bekommt dann alle 4 Medaillen und verteilt sie dann an die seeligen Kollegen.

Dann ließen wir es bei bestem Sommerwetter ausklingen und trennten uns wieder. Ein tolles Erlebnis, das ich nur jedem empfehlen kann. Natur pur, Schwimmen zum Genießen. Und: nächstes Jahr dann die Zweier- Staffel. Ich suche noch einen Kanufahrer…

Kai Möller

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